Mittlerer Schulabschluss

Der Mittlere Schullabschluss

Im Hotelgewerbe ist der Mittlerer Schulabschluss Grundvoraussetzung für eine erflgreiche Karriere.

Hat ein Schüler zehn Jahre lang die Schule besucht und ist am Ende der 10. Klasse angekommen, hat er mit dem Abschluss der sogenannten Sekundarstufe I den Mittleren Schulabschluss, der je nach Bundesland auch Fachoberschulreife, Sekundarabschluss, Realabschluss oder Mittlere Reife genannt wird. Je nachdem, in welchem Bundesland er die Schule besucht, erreicht er den Mittleren Schulabschluss an einer Real-, Sekundar-, oder Stadtteilschule. Auch eine Gesamtschule kann mit dem Mittleren Schulabschluss beendet werden. Besucht ein Schüler das Gymnasium und beendet dieses nach der zehnten Klasse, hat er ebenfalls einen Mittleren Schulabschluss. Wer eine Hauptschule besucht, kann dort oft ein zehntes Schuljahr absolvieren, so dass er ebenfalls über einen Mittleren Schulabschluss verfügt.

Der Mittlere Schulabschluss – eine Übersicht

  • Der Mittlere Schulabschluss wird mit der Abschlussprüfung am Ende der. 10. Klasse erreicht.
  • Wer den Mittleren Schulabschluss in der Tasche hat, kann entweder eine Ausbildung anfangen oder die Sekundarstufe II besuchen und das Abitur ablegen.
  • Wer den Mittleren Schulabschluss erreichen will, muss die Abschlussfächer Deutsch, Englisch und Mathematik sowie die Projektprüfung in Wirtschaft, Technik oder Soziales bestehen.

Mittlerer Schulabschluss erreicht – was dann?

Wer den Mittleren Schulabschluss erreicht hat, kann mit einer Ausbildung beginnen. Wem das nicht genug ist, kann auch den nächsthöheren Schulabschluss anpeilen. Ist der Schulabschluss höher, sind die Chancen auf einen guten Ausbildungsplatz einfach besser. Wird nach dem Mittleren Schulabschluss das Abitur oder die Fachhochschulreife erreicht, hat der Absolvent nicht nur bessere Chancen, sondern es eröffnen sich ganz neue Perspektiven: Er kann dann entweder eine Ausbildung machen oder ein Studium an einer Fachhochschule oder einer Universität beginnen.

Weiter auf der Berufsfachschule

Der Mittlere Schulabschluss erlaubt es dem Absolventen, eine Berufsfachschule zu besuchen. Das ist eine Alternative zur allgemeinbildenden Schule und hat dieser gegenüber den Vorteil, dass auf ihr nicht nur ein höherer Abschluss, sondern gleichzeitig ein Teil der beruflichen Ausbildung bis hin zu einem Berufsabschluss erreicht wird. Diese Berufsfachschulen gibt es für ganz unterschiedliche Fachrichtungen: Hier lassen sich sozialpflegerische, hauswirtschaftliche, handwerkliche und kaufmännische Berufe erlernen, aber auch Fremdsprachenberufe wie Fremdsprachensekretärin. Je nach Berufsfachschule und Fachrichtung dauert diese Ausbildung ein bis drei Jahre, mit ihr lässt sich entweder ein Teil der beruflichen Ausbildung oder aber der endgültige Abschluss erreichen.

Die Chance auf einen Ausbildungsplatz steigt

Wer nach dem Mittleren Schulabschluss eine Berufsfachschule besucht, steigert seine Chance auf einen besseren Ausbildungsplatz. Je nachdem, welcher Zweig besucht wird und wie die jeweiligen Ausbildungsinhalte sind, lässt sich der Besuch der Berufsfachschule bei einigen Ausbildungen auch auf die Ausbildungszeit anrechnen – und diese somit verkürzen. Wer die Berufsfachschule drei Jahre lang besucht, erlangt die Fachhochschulreife und kann anschließend ein Studium beginnen.

Wo kann ich den Mittleren Schulabschluss nachholen?

Wer noch keinen Mittleren Schulabschluss hat, kann diesen an verschiedenen Lehranstalten nachholen, z.B. in Berlin an der WWV Bildungsakademie oder in München an der Privatakademie.

Freiwilliges Soziales Jahr

Ist der Mittlere Schulabschluss erreicht, kann sich der Absolvent zunächst für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) entscheiden. Diese Zeit lässt sich gut zur Orientierung nutzen, der Dienst erlaubt einen Einblick in berufliche Tätigkeiten und hilft, die eigene Entscheidung für einen Beruf leichter zu treffen. Das FSJ kann bei vielen unterschiedlichen Trägern entweder in der Kinderbetreuung, der Jugend- und Behindertenhilfe, aber auch in der Alten- oder Krankenpflege absolviert werden. Ein FÖJ kann dagegen in einem der Umweltschutzverbände, in einem landwirtschaftlichen Betrieb oder in einem Forst- bzw. Umweltamt absolviert werden. Hier geht es in der Hauptsache um Landschaftspflege und Mitarbeit bei Maßnahmen, die den Naturschutz verbessern. In jedem Fall gilt: Wer ein FSJ oder ein FÖJ machen möchte, muss seine Schulpflicht erfüllt haben und darf am Ende des Dienstes noch keine 27 Jahre alt sein. In der Regel beträgt die Arbeitszeit im FSJ oder FÖJ 39 Stunden wöchentlich, es wird ein Taschengeld gezahlt und bei Bedarf gibt es etwas Unterstützung für Verpflegung und Unterkunft. Bei vielen Ausbildungen und Studiengängen zählt das FSJ bzw. FÖJ als Wartezeit oder Praktikum.