Hotelfachfrau bei der Arbeit

Ausbildung zur Hotelfachfrau / zum Hotelfachmann

Eine Ausbildung zum Hotelfachmann findet in der Regel im sogenannten dualen System statt. Hier laufen betriebliche und schulische Ausbildung parallel ab. Die Ausbildung dauert üblicherweise drei Jahre, kann aber unter bestimmten Umständen verkürzt werden.

Was man vorher wissen sollte

Für eine Ausbildung zum Hotelfachmann ist der Hauptschulabschluss erforderlich, besser ist der Mittlere Schulabschluss. Zudem sollte man sich vorher darüber im Klaren sein, dass man auch mal Früh- oder Spätschichten übernehmen muss und auch an Wochenenden und Feiertagen zur Arbeit muss. Insbesondere für Auszubildende gibt es gesetzliche Regelungen, an die sich der Betrieb halten muss, sodass man nicht an jeden Wochenende arbeiten muss. Zudem sollte man stets freundlich sein, sicher auftreten und flexibel sein. Der Umgang mit Gästen sollte Spaß machen, man muss belastbar sein und sollte Fremdsprachen, insbesondere Englisch, beherrschen.

Was lernt man während der Ausbildung zum Hotelkaufmann?

In der Berufsschule lernt man zunächst einmal die wichtigsten Grundlagen der Branchen Gastronomie und Hotel kennen. Man lernt wie ein Hotel verwaltet wird, insbesondere wie die Buchhaltung, das Rechnungswesen und die Warenwirtschaft funktionieren. Diese Inhalte werden gerne mit dem Unterrichtsfach Mathematik verknüpft. Deutsch ist ebenfalls ein sehr wichtiges Fach, denn hier lernt man wichtige Dinge für die Kommunikation mit dem Kunden, insbesondere Ausdrucksweise, Rechtschreibung und Zeichensetzung. Zudem wird Englischunterricht erteilt und gegebenenfalls werden auch weitere Fremdsprachen unterrichtet oder es werden Möglichkeiten geboten um diese neben dem Beruf zu erlernen. Der praktische Teil der Ausbildung findet in der Regel in einem Hotel statt. Hier wird der Auszubildende in verschiedenen Abteilung eingesetzt und nach und nach mit eigenen Aufgaben betraut. Man lernt den Umgang mit Gästen am Telefon und an der Rezeption, serviert Speisen und Getränke im Restaurant oder reinigt die Zimmer und richtet diese für den Gast her. Außerdem werden die üblichen Tätigkeiten der Verwaltung durchlaufen. Dazu gehört das Aufgeben von Bestellungen und deren Begleichung, die Personalplanung, die Abwicklung von Reklamationen und sonstige kaufmännische Tätigkeiten.

Verdienstmöglichkeiten als Hotelfachmann

Während der Ausbildung erhält man eine Vergütung zwischen etwa 550 und 720 Euro pro Monat. Das Einstiegsgehalt liegt in der Regel zwischen 1350 und 1900 Euro.

Ein typischer Tag in der betrieblichen Ausbildung

Die Frühschicht beginnt meist mit der Vorbereitung des Frühstücks für die Gäste, die teilweise schon um sechs Uhr etwas Essen möchten. Dafür müssen Brötchen, Aufschnitt, Obst, Kaffee und Eier vorbereitet werden und das Buffet immer wieder kontrolliert und aufgefüllt werden. Dreckiges Geschirr muss ständig abgeräumt werden und die Tische manchmal abgeputzt werden. Nach dem Frühstück muss das gesamte Buffet abgeräumt werden und die Tische für das Mittagessen hergerichtet werden. Nachmittags treffen am Empfang die ersten Gäste für die kommende Nacht ein und brauchen vielleicht Informationen über Verkehrsmittel, Sehenswürdigkeiten oder bestimmte Geschäfte. Außerdem trudeln fleißig Reservierungen über das Telefon und per E-Mail ein, hierbei gibt es teilweise auch Sonderwünsche, die dann ebenfalls vermerkt werden müssen. Meldet ein Gast einen Defekt auf seinem Zimmer, muss der Techniker informiert werden. Am nächsten Tag steht die Reinigung der Zimmer auf dem Plan. Hier muss man eventuell mal einen neuen Mitarbeiter anlernen und stets um Sauberkeit und Hygiene bemüht sein.